Teil II: Die zehn Workshops

Fünf Regeln, bevor du moderierst

Teil II: Die zehn Workshops

Fünf Regeln, bevor du moderierst

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  • Freiwilligkeit vor Beichte. Niemand muss den eigenen Reflex laut nennen oder eine persönliche Geschichte erzählen. Handzeichen und stilles Ausfüllen reichen fast immer.

  • Kein Live-Fall echter Betroffener. Ein aktueller Vorfall an der eigenen Schule gehört ins Kriseninterventionsteam, nicht in die Fortbildung. Übt an der Fallsammlung in Teil III (Fallsammlung), nicht an echten Kindern.

  • Vertraulichkeit ansagen. Was im Raum gesagt wird, bleibt im Raum. Das ist die Voraussetzung für Ehrlichkeit.

  • Entlasten, nicht erschrecken. Das Ziel ist Handlungssicherheit. Wenn der Raum am Ende Angst hat statt Klarheit, war es kein guter Studientag.

  • Auf die Gruppe achten. Diese Themen können belasten, gerade Menschen mit eigener Geschichte. Sag zu Beginn, dass jederzeit jemand rausgehen darf, und halte den Hinweis auf Unterstützung parat (Teil V).

Am Rand notiert, für Moderatorinnen: Der häufigste Fehler ist zu viel Stoff, nicht zu wenig. Du musst nicht alle vier Werkzeuge eines Workshops durchpressen. Ein einziger ehrlich durchlebter Reflex, eine einzige sauber besprochene Fallarbeit ist mehr wert als eine vollständige Folienschlacht, an die sich am Montag niemand erinnert.

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